Corporate Language: Was muss ich für mein Unternehmen beachten?

Sollte ich auf meiner Website die Kunden lieber duzen oder siezen? Muss ich mich auf eins von beidem festlegen? Und was gibt es sonst noch zu beachten in Bezug auf Corporate Language? Diese Fragen beantworten euch Uwe und Bernhard, von “Geschichten, die verkaufen”.

Die Außenwirkung eines Unternehmens ist essentieller Bestandteil des Marketings. Hierzu gehört auch die firmenübergreifende Definition der Corporate Identity und Corporate Language. Doch worauf solltet ihr bei der Corporate Language eigentlich achten? Und was bedeutet der Ausdruck? Der Begriff ‘Corporate Language’ beschreibt die Art und Weise, wie ein Unternehmen einerseits intern, aber vor allem nach außen hin kommuniziert. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Corporate Identity. Über die Sprache nehmen eure (potentiellen) Kunden euch wahr und ihr vermittelt ihnen damit einen ersten Eindruck von euch und eurer Marke. Die Corporate Language taucht in Memos, Angeboten, Marketingunterlagen, etc. auf. Würde hier jeder Mitarbeiter unabgestimmt, nach seiner persönlichen Präferenz schreiben, wäre eine chaotische Außenwirkung eurer Firma vorprogrammiert. Dementsprechend wichtig ist es, sich Gedanken über die Unternehmenssprache zu machen. Hierzu gibt es einige Anhaltspunkte, Tipps und Regeln, an die ihr euch halten könnt, um eurem Unternehmen eine perfekt passende Corporate Language zu verpassen. Wie das geht? Das erklären euch Uwe und Bernhard von “Geschichten, die verkaufen”. Für mehr Insights, Beispiele und Anekdoten, schaut oder hört in unseren Podcast rein.

Corporate Language: Soll ich meine Kunden direkt ansprechen?

Bevor wir detaillierter in die Dos and Don’ts der Corporate Language einsteigen, sollten wir noch eine grundsätzliche Frage klären. Denn im ersten Schritt der Findung eurer persönlichen Corporate Language müsst ihr zunächst beschließen, ob ihr eure Kunden direkt ansprechen wollt oder die Ansprache lieber vermeiden wollt. Wir bei “Geschichten, die verkaufen” haben die Erfahrung gemacht, dass eine direkte Ansprache sehr viel wirksamer ist als Umschreibungen durch beispielsweise Passiv-Sätze. Daher ist unsere Empfehlung immer: Verwendet Personalpronomen in einem Text, ob ihr nun eure Kunden und Interessenten siezt oder duzt - diese Entscheidung folgt später. Eine Ausnahme könnt ihr hier natürlich machen, wenn es Teil eures Firmen-Brandings ist. Dann solltet ihr allerdings darauf achten, dass ihr auch hier konsistent diese Regel einhaltet und nicht, z.B. nur in Newslettern in eine persönliche Absprache abrutscht.

Wenn ihr euch tatsächlich für eine direkte Anrede entschieden haben solltet, stellt sich die Frage: Was muss ich sonst noch bei der Corporate Language beachten?

 

Corporate Language Dos and Don’ts

Wir bei “Geschichten, die verkaufen” haben ein paar klare Regeln, die wir befolgen, um eine möglichst einheitliche Corporate Language zu erschaffen. Das Erste, was ihr beachten solltet, ist, dass ihr nicht oder nur selten das Wort ‘man’ verwendet. ‘Man’ macht nichts und ‘man’ kauft auch nichts. ‘Man’ ist die unpersönlichste Art, wie ihr Menschen adressieren könnt. Die wenigsten Menschen fühlen sich bei dem Wort ‘man’ ansgesprochen. Wenn ihr euer Produkt also an den Mann bzw. die Frau bringen wollt, solltet ihr daher lieber eure Interessenten direkt ansprechen. Sagt lieber ‘Du/ Sie’ oder ‘Euch/ Ihnen’ so baut ihr schon über den ersten unpersönlichen Kontakt - sei das euer Blog, die Website oder der Podcast - eine Bindung zu eurem Gegenüber auf. Ihr bezieht es direkt in eure Geschichte ein und bindet es so an euch. Eine Ausnahme gibt es für diese Regel: Wenn ihr eine Geschichte von eurem persönlichen Standpunkt aus erzählt, dann könnt ihr natürlich aus der Ich- bzw. Wir-Perspektive schreiben. Ein weiteres Don’t der Corporate Language ist die Verwendung von Passiv-Sätzen. Bei der Verwendung von passiven Sätzen vermittelt ihr subtil immer, dass eure Adressaten nicht aktiv handeln, sondern etwas an ihnen verrichtet wird. Und die meisten Menschen wollen nicht, dass etwas mit ihnen gemacht wird, denn das würde heißen, dass sie keine Kontrolle und keinen Einfluss auf die Situation haben. Daher versucht eure Sätze so zu formulieren, dass sie kaum bis keine passiven Wendungen enthalten, denn euer Gegenüber wird euren Content damit viel positiver aufnehmen.

Erfolgreiches Content Marketing durch Corporate Language?

Bevor wir jetzt zu der großen Frage kommen, ob ihr eure Kunden und Interessenten lieber duzen oder siezen sollt, wollen wir euch noch einen Tipp an die Hand geben, der euer Content Marketing, aber auch eure Corporate Language revolutioniert. Hierbei geht es um kleine Zusatzwörter, die euren gesamten Inhalt verändern können: Adjektive und Adverbien. Indem ihr eure Texte mit Adjektiven und Adverbien verseht, könnt ihr Bilder in dem Kopf eures Gegenübers entstehen lassen. Sie helfen euch dabei Welten zu schaffen und Geschichten zu erzählen. Sie machen einen Satz lebendig. Wenn euch jemand erzählt, dass er Grießbrei zum Frühstück hatte, ist das eine neutrale Information für euch. Wenn euch aber jemand erzählt, dass er einen cremigen Grießbrei, mit Zimt und Zucker hatte, bei dem der Zucker auf dem dampfenden Grießbrei karamellisierte, dann entsteht ein Bild in euren Kopf, wahrscheinlich mit einer positiven Konnotation und es läuft euch das Wasser im Mund zusammen. Diese Wirkung haben die kleinen Füllworte auch auf eure Kunden. Natürlich solltet ihr es nicht übertreiben und in jedem Satz ‘grandios’, ‘fantastisch’, ‘beste’, etc. verwenden. Doch ein gut gesetztes Adjektiv oder Adverb kann euer Content Marketing aufleveln. Diese Erkenntnis könnt ihr ebenfalls in eure Corporate Language einfließen lassen. Sucht euch einige passende Worte aus und spickt eure Website oder Blogartikel damit und bebildert eure einzigartigen Texte dadurch.

Corporate Language: Soll ich meine Kunden siezen oder duzen? 

Wir sind so weit: Ihr habt euch entschieden, keine passiven Aussagen oder das Wort ‘man’ zu verwenden. Aber wie sollt ihr eure Kunden und Interessenten denn nun ansprechen, mit ‘Sie’ oder ‘Du’? Diese Entscheidung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen von eurer Branche: In der Marketing-Branche, Bau-Branchen oder Tech-Unternehmen ist der Umgang innerhalb der Unternehmen meist auf einer ‘Du’-Ebene. Daher könnt ihr hier das Duzen eher in Betracht ziehen, als beispielsweise im Umfeld von Jurist*innenen, Banken, etc. Ist eure Branche also eher leger im Umgang, dann könnt ihr euch eher für das ‘Du’ entscheiden. Legt eure Branche mehr Wert auf Seriosität, solltet ihr das ‘Sie’ eher in Betracht ziehen. Im nächsten Schritt könnt ihr euch überlegen, ob der Umgangston in allen Medien gleich sein soll. Wollt ihr eure Abonnent*innen auf Instagram wirklich siezen, oder ist ein ‘Du’ auf Social Media nicht angebrachter? Geht die Stellen durch, auf denen ihr Inhalte publiziert und überlegt euch anhand dieser, was Sinn für euer Unternehmen ergibt. Durch das Duzen könnt ihr neue Menschen in eurem Umfeld schneller ein familiäres Gefühl geben, durch das Siezen wirkt ihr seriöser. 

 

Für mehr Tipps und Ratschläge zu eurer Corporate Language und vielem mehr, haben wir unsere Business Storytelling und Content Marketing Fort- und Weiterbildung "Geschichten, die verkaufen" für euch. Macht einfach ein kostenloses Beratungsgespräch mit uns, Bernhard und Uwe, aus und erfahrt, ob unsere Weiterbildung etwas für euch und euer Unternehmen ist.


Wir freuen uns auf euren Anruf oder eure Nachricht!

Euer Bernhard und Uwe

 

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